„Aktion 55+“: Neue Chancen für ältere Arbeitslose

Arbeitsmarktservice

Das Arbeitsmarktservice (AMS) startet 2026 ein Arbeitsmarktprogramm für arbeitslose Personen ab 55 Jahren. Die „Aktion 55+“ soll zwischen 3.000 und 6.000 kollektivvertraglich entlohnte Arbeitsplätze schaffen, wie Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) gestern bei einer Pressekonferenz bekanntgab. Die Initiative ist nicht das erste Programm für Personen ab 55 Jahren – eine ähnliche Maßnahme gab es mit der „Aktion 20.000“ im Jahr 2017.

Jährlich 50 Mio. Euro budgetiert

Für die „Aktion 55+“ seien jährlich 50 Mio. Euro vorgesehen, so Schumann. Die Finanzierung sei zunächst nur für das Jahr 2026 gesichert und werde ab 2027 unter Budgetvorbehalt verlängert. Rund 60 Prozent der geförderten Arbeitsplätze sieht das Programm in sozialökonomischen Betrieben und gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten vor, mit einer Förderdauer von acht bis zwölf Monaten.

Weitere 40 Prozent der Stellen sollen über Zuschüsse zu Lohn- und Lohnnebenkosten realisiert werden. Etwa 30 Prozent der Arbeitsplatzkosten sollen voraussichtlich künftige Arbeitgeber tragen, der Rest werde aus öffentlichen Mitteln finanziert, erklärte AMS-Chefin Petra Draxl.

Stark gefährdete Gruppe

Personen ab 55 Jahren sind in Österreich überdurchschnittlich häufig von Arbeitslosigkeit betroffen. Laut AMS stieg die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe im Dezember 2025 um 5,6 Prozent und damit deutlich stärker als in der Gesamtbevölkerung, wo ein Plus von 2,9 Prozent verzeichnet wurde.

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